Gestern war ich mal den alten Homeboy Nils in Hamburg besuchen und es war auf jeden mal cool. Die Spots waren fresh, die Stadt schön und Volksbänke scheint es auch in Hamburg nicht zu geben (dazu aber ein andermal). Dafür ist der Bowl an der Flora aber echt mal der Shit, wenn auch nicht gerade einfach zu fahren. Halt alles schön miese Transitions mit viel Vert und Oververt - Spaß ist garantiert. Auf der Rückfahrt war dann auch wieder alles wie immer. In wessen Abteil (natürlich ein Platz neben mir) saß wohl das nervigste Kind der Welt? Bei so Zugfahrten überlege ich mir auch immer wieder, wieviele nervigste Kinder der Welt es wohl überhaupt geben kann. Dieses Kind war es - definitiv. Es war so geschätze 4 Jahre und rannte zuerst die ganze Zeit durch den Zug (wie geisteskrank) und schrie dabei (bzw. machte eher ein Geräusch), dass es einem die Ohren zerfetzte. Man stelle sich ein Tinnitus-Piepen vor, nur hundertmal so laut. Wie es halt so kommen musste, flog es dann irgendwann mal ordentlich auf die Fresse. Danach hat es dann nicht mehr geschrien, sondern geheult und “Mama” geschrien. Das alles auch so laut, dass man in dem ein oder anderem Gesicht im Zug schon Mordgelüste sehen konnte (ich möchte mich da jetzt nicht explizit ausklammern). Nun ja, irgendwann waren die Nervis weg und ein Raunen ging durch den Zug und es kehrte die wohlverdiente Feierabendsruhe ein. So viel mal dazu, jetzt muss ich mal eben noch ein neues Album in den Rapolymp preisen. Percee P - Perseverance. Das Dingen ist die Bombe, soviel mal vorweg. Die Beats ballern brutal aus der Box, knacken und knistern so vor sich hin. Immer mal wieder findet man wild dazwischen gesetzte Soundfetzen, die aber nie fehl am Platz wirken. Musikalität wird vielleicht nicht unbedingt groß geschrieben, wer also schöne Melodien erwartet, ist hier wohl ziemlich fehl am Platz. Wer es aber gerne fett und auch ein bisschen unkonventionell mag (Madlib halt) ist hier genau richtig. Dazu Percee P, der so ungefähr den coolsten Flow nördlich des Äquators hat und dazu noch gute Texte. Was will man also mehr? Featues? Auch dabei: Diamond D, Vinnie Paz (Jedi Mind Tricks), Guilty Simpson, Aesop Rock, Prince Po, Chali2Na (Jurassic 5) und natürlich Herr Madlib höchstpersönlich. Wem das nicht als Kaufanreiz genügt, dem kann ich auch nicht mehr helfen.